Der renommierte Journalist und Dokumentarfilmer Georg Stefan Troller ist im Alter von 103 Jahren in Paris verstorben. Troller, geboren 1921 in Wien, hinterlässt ein beeindruckendes Erbe in der Welt des Journalismus. Sein ‚human touch‘ und seine einfühlsamen Reportagen machten ihn zu einer wahren Reporterlegende und Vorbild für zahlreiche Journalisten.
Während seiner Karriere führte Georg Stefan Troller über 2.000 Interviews und drehte mehr als 170 Filme, die für ihre nicht voyeuristische und empathische Herangehensweise bekannt waren. Seine Porträts von Persönlichkeiten wie dem querschnittsgelähmten Soldaten Ron Kovik und IRA-Kämpfern setzten neue Maßstäbe und berührten ein breites Publikum.
Nach seiner Flucht vor den Nazis gelang Troller in den USA auch als US-Soldat im Zweiten Weltkrieg eine bemerkenswerte Laufbahn, bevor er seine berufliche Berufung in Paris fand. Sein Wirken im deutschen Fernsehen sowie bei Sendern wie WDR und ZDF prägte die journalistische Landschaft nachhaltig.
Georg Stefan Troller wird nicht nur für seine außergewöhnlichen Reportagen und Filme in Erinnerung bleiben, sondern auch für seinen einzigartigen Einfluss auf die Journalismuswelt. Seine einfühlsame Herangehensweise an individuelle Schicksale und sein unermüdliches Engagement für Wahrheit und Menschlichkeit werden Generationen von Journalisten inspirieren und sein Vermächtnis fortleben lassen.
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